Das Konzept

Liebe Eltern, liebe Leser,

Vor Ihnen liegt das Ergebnis einer intensiven Zeit des Nachdenkens, Lesens, der Reflexion und der Auseinandersetzung mit pädagogischen Inhalten. Wir erleben seit ein paar Jahren einen gesellschaftlichen Wertewandel. Immer mehr Frauen vereinbaren Beruf und Familie und die Zahl der Einzelkinder steigt. Die Großfamilie in ihrer ursprünglichen Form existiert nur noch selten. Gleichzeitig nimmt der Bedarf an hochwertiger Kinderbetreuung stetig zu. Unser Haus soll ein Ort sein, an dem sich Kinder geborgen fühlen durch einfühlsame Bezugspersonen und einen verlässlichen Tagesablauf. In einer kleinen Gruppe sollen sie ihre Fähigkeiten erproben.Wir bieten ein kindgerechtes Umfeld, wo sie andere Kinder treffen, miteinander spielen, toben und forschen. Hierbei können sie ihre Selbstständigkeit entwickeln und kognitive und soziale Kompetenz stärken.

1. Betreuung und Erziehung in Familie und Krippe

Wir verstehen uns als Familien unterstützende und Familien begleitende Einrichtung, die Kinder im Alter von 0-3 Jahren aufnimmt. Gemeinsam mit Ihnen, liebe Eltern, wollen wir günstige Entwicklungsbedingungen für Ihr Kind schaffen. Unsere Kinderkrippe will und kann das Elternhaus weder ersetzen noch kopieren. Sie ist lediglich ein Spiel- und Lernort, der eine sinnvolle Ergänzung zum Elternhaus darstellen soll.

2. Eingewöhnung

Der Eintritt in unsere Krippe stellt für das Kind eine Übergangssituation dar. Für ihr Kind bedeutet das in den ersten Wochen eine fremde Welt in fremden Räumen. Es ist umgeben von fremden Menschen. Ihr Kind muss Beziehungen zu ihm unbekannten Betreuungspersonen aufbauen. Auch das Zusammensein mit vielen Kindern ist ungewohnt und neu. Das Kind muss seinen gewohnten Tagesablauf dem unseres Hauses anpassen. Und es muss eine mehrstündige Trennung von Ihnen verkraften. Die Erfahrungen, die das Kind in dieser ersten Übergangssituation macht, sind prägend für sein weiteres Leben, deshalb ist eine positive Erfahrung sehr wichtig. Aus der Bindungsforschung weiß man, dass auch sehr junge Kinder in der Lage sind, zu mehreren Bezugspersonen eine Bindung aufzubauen. Dieser Bindungsaufbau bedarf jedoch der Anwesenheit einer vertrauten Bezugsperson. Der Eingewöhnungs-Prozess ist in unserer Krippe so gestaltet, dass Ihr Kind versteht: „Ich werde nicht allein gelassen.“ Damit wird die Grundlage dafür geschaffen, dass sich das Kind bei uns wohl fühlen kann. Eine sanfte Eingewöhnung trägt viel zu einem leichten Start bei.

2. 1 Voraussetzung für eine sanfte Eingewöhnung

Sie als Eltern sind für uns ein wichtiger Partner in der Eingewöhnungsphase. Voraussetzungen für die Aufnahme Ihres Kindes in unserer Einrichtung:
  • Erstes Aufnahmegespräch der Leitung mit Eltern und Kind
  • Vertiefendes Aufnahmegespräch mit der eingewöhnenden Erzieherin
  • Sie als Eltern müssen sich ca. 3-4 Wochen Zeit für die Eingewöhnungsphase nehmen. (d.h. Sie müssen während dieser Phase immer in der Lage sein, in der Nähe Ihres Kindes zu sein. Es ist wichtig, dass immer dieselbe Bezugsperson die Eingewöhnungsphase übernimmt.)
  • Ausfüllen eines Fragebogens zu den Gewohnheiten Ihres Kindes

2.2 Ablauf der Eingewöhnung

In den ersten Tagen hält sich ihr Kind ca. 1 Std. in der Einrichtung auf, ohne von Ihnen getrennt zu werden. Dabei sollte die Bezugsperson jedoch nicht aktiv in das Gruppengeschehen eingreifen. Die ersten Kontaktaufnahmen mit der Erzieherin finden statt und orientieren sich am Verhalten des Kindes. Nach einigen Tagen wird ein erster Trennungsversuch von einem Elternteil unternommen (ca. 10-30 min). Die Bezugsperson bleibt dabei im Elternaufenthaltsraum. Die Eingewöhnung dauert so lange, bis eine sichere Bindung zur Erzieherin aufgebaut ist.

3. Bildungs- und Erziehungsbereiche

Die Bildungs- und Erziehungsbereiche entsprechen der Vorgabe des BEP‘s (Bayerischer Bildungs- und Erziehungsplan) und sind mit denen für Kinder im Kindergarten identisch. In unserer Kinderkrippe werden diese dem Entwicklungsstand der Krippenkinder angeglichen.

3.1 Sprachliche Bildung

Wir fördern diese z.B. durch Bilderbücher, Geschichten, Kreis- und Singspiele, Rollenspiele usw.

3.2 Mathematische Bildung

Schon Kinder unter 3 Jahren kennen Begriffe wie Menge (groß, klein, viel, wenig), verschiedene Formen usw. Wir fördern dies z.B. durch Formenpuzzle, Knetübungen usw.

3.3 Umweltbildung - und Erziehung

Diese fördern wir durch Sinnes- Erfahrungen, tägliches Spielen im Garten, Klettern und Krabbeln im Turnraum, bereitstellen von Naturmaterialien usw.

3.4 Bewegungserziehung

Diese fördern wir durch die passende räumliche Ausstattung, Bewegung in der Bewegungsbaustelle (Turnraum), Spielen im Garten, Bewegungsspiele, Tanzen, usw.

3.5 Musikalische Erziehung

Diese fördern wir durch Lieder singen, Kreis- und Fingerspiele, Klanggeschichten mit Musikinstrumenten usw.

3.6 Gesundheitserziehung

Fördern wir durch das Zubereiten gesunder und abwechslungsreiche Kost, Grundregeln der Hygiene, ausgewogener Tagesablauf, tägliche Aufenthalte in der Natur, Stärkung der Lebenskompetenzen

3.7 Naturwissenschaften und Technik

Fördern wir durch Sinnesübungen, arbeiten mit unterschiedlichen Materialien, Baden und Plantschen usw.

3.8 Religiöse Erziehung

Die Kinder erhalten die Möglichkeit in der Begegnung mit lebensnahen Wertesystemen und religiösen Überlieferungen eigene Standpunkte zu finden, sowie Wertschätzung und Offenheit gegenüber anderen zu entwickeln. Alle Kinder haben die Möglichkeit Gott kennen zu lernen, Hierbei ist es nicht maßgebend welcher Religion das Kind angehört. Wir fördern die religiöse Erziehung durch tägliches Beten vor dem Essen, feiern religiöse Feste (Ostern, Weihnachten...), singen Lieder und nehmen kleinere Unterweisungen vor.

3.9 Körpererfahrung

Mädchen und Jungen erhalten die Möglichkeit ihre geschlechtliche Zugehörigkeit zu entdecken ohne in ein geschlechtsspezifisches Rollenverhalten gedrängt zu werden. In der Krippe fördern wir diese durch Projekte über Körper- Erfahrung, z. B. Benennen der Körperteile usw.

3.10 Ästhetische, bildnerische und kulturelle Bildung

Fördern wir durch das Bereitstellen verschiedenster Materialien und Farben, sowie dadurch, dass wir die Kinder die Umgebung mitgestalten lassen usw.

4. Tagesablauf

Der zeitliche Rahmen unseres Tagesablaufes wird so gestaltet, dass er den individuellen Bedürfnissen des Kindes nach Aktivität und Ruhe, nach Anspannung und Entspannung und nach Nahrungsaufnahme entspricht.

4.1 Bringzeit

Die Bringzeit ist von 7:15 Uhr bis spätestens 9:00 Uhr.

4.2 Brotzeit

Die Brotzeit beginnt ab ca. 9:15 Uhr. Die Kinder benötigen keine eigene Brotzeit und kein Getränk, denn wir bereiten ein abwechslungsreiches und gesundes Frühstück zu. Als Getränk reichen wir Wasser , Tee und Milch.

4.3 Angebote

Während der Freispielzeit und im Morgenkreis werden Beschäftigungen angeboten. Aktuelle Themen der Angebote werden vor dem Gruppenzimmer ausgehängt.

4.4 Mittagessen

Das Mittagessen findet ab ca. 11:30 Uhr statt. Alle Kinder sollten am gemeinsamen Mittagessen teilnehmen. Hierfür entstehen zusätzliche kosten von ca. 2,-€ pro Tag.

4.5 Mittagsschlaf

Nach dem Mittagessen und dem Toilettengang bzw. dem Wickeln werden alle Kinder, die länger als 13.00 Uhr in der KITA sind bettfertig gemacht und schlafen gelegt.

4.6 Nachmittags in der Krippe

Nach dem Schlafen wird im Gruppenraum eine kleine Zwischenmalzeit eingenommen. Danach können die Kinder ihren individuellen Vorstellungen und Bedürfnissen entsprechend tätig sein, bis sie bis spätestens 15.30 Uhr abgeholt werden müssen.

4.7 Abholzeit

Je nach gebuchter Zeit können die Kinder ab 12.00 Uhr in der kurzen Gruppe und ab 14.00 Uhr in der langen Gruppe abgeholt werden, ab 16:30 Uhr ist das ganze Haus geschlossen.

5. Sauberkeitserziehung

Um Blase und Darm wirklich kontrollieren zu können, ist ein Reifungsprozess nötig, der mehrere Jahre dauern kann, Er ist bei jedem Kind genetisch festgelegt und damit weder im Ablauf noch in der Geschwindigkeit durch Training beeinflussbar. Zwischen dem 18. und 30. Lebensmonat sind die Kinder für ihre ersten Schritte der Sauberkeitserziehung bereit und zugänglich. Die Kinder müssen selbst spüren, wann sie auf Toilette müssen, dies verbal äußern und sich teilweise auch selbst an- und ausziehen können. (Hier wäre es sehr hilfreich, wenn die Kinder eine Hose mit Gummizug anhätten.) Eine besondere Bedeutung kommt dem Umgang mit den Kleinstkindern bei der Wickelstation zu. Diese ist eine sehr intime Situation zwischen Erzieherin und Kind, die Vertrauen seitens des Kindes und liebevolle Zugewandtheit seitens der Erzieherin erfordert. Über den mit dem Aus- und Anziehen, dem Eincremen etc. verbundenen Hautkontakt erfährt das Kind Zuwendung und vielfältige Sinneseindrücke. Gewickelt wird nach der Brotzeit, vor und nach dem Schlafen gehen und bei Bedarf.

6. Übergang von der Krippe in den Kindergarten

Wechselt ein Kind von der Krippe in den Kindergarten, werden Informationen aufgrund von Beobachtungen an die zukünftige Gruppenerzieherin weiter gegeben, z.B. Vorlieben des Kindes oder Ängste usw. ... Der Übergang bzw. die Eingewöhnung findet langsam und stufenweise statt. Eine Bezugsperson aus der Krippe nimmt mit dem Kind an Angeboten der Kindergartengruppe teil. (An dieser Stelle möchten wir darauf hinweisen, dass kein Anspruch auf einen Kindergartenplatz in unserer Einrichtung besteht.) Wechselt ihr Kind in eine andere Einrichtung, müssen sie sich selbst um die Eingewöhnung kümmern.

7. Aufnahmekriterien

  • Vorrang haben Geschwisterkinder von Kindern, die bereits in der Kindertagesstätte sind
  • Vorrang haben im Kindergarten die Kinder, die bereits in unserer Krippe sind
  • Haßfurter Kinder haben Vorrang vor dem Umland
  • Kinder berufstätiger Eltern haben Vorrang
  • Alter des Kindes spielt eine Rolle

8. Die Rolle des Teams

Wir sehen uns als einfühlsame Partner, die Kinder schützend begleiten und anleiten.
Wir sind zugleich:
  • Vertrauter, der ganz besonders emotionale Zuwendung gibt
  • Pflegender, der sich um das allgemeine Wohlbefinden des Kindes kümmert
  • Beobachtender, der Bedürfnisse des Kindes wahrnimmt, zulässt und versteht
  • Vermittelnder, der in Konfliktsituationen und bei Problemen hilft, wenn Kinder überfordert sind
  • Unterstützender, der das Kind in die Gruppe integriert
  • Spielpartner, der aktiv wird, wenn das Kind es fordert
  • Motivierender, der das Kind durch Impulse fördert
  • Schützender, der eingreift bei Gefahren, bei Reizüberflutung und bei Überforderung
  • Dokumentierender, der die Entwicklung des Kindes bewusst darlegt
Wir sind eine Ausbildungs-Kindertagesstätte, d.h. wir bilden in Zusammenarbeit mit Kinderpflegeschulen und Fachakademien für Sozialpädagogik Praktikanten/innen aus. Deshalb befinden sich auch regelmäßig Praktikanten und Praktikantinnen in unserem Haus.

9. Schließtage

Die aktuellen Schließtage bzw. Ferien werden immer im September an der Elterninformationswand ausgehängt. Im Moment haben wir insgesamt 30 Schließtage zu Verfügung. Außerdem werden alle aktuellen Aktivitäten und Geschehnisse durch Elternbriefe und 1x im Monat durch eine hausinterne Kindertagesstätte-Post bekannt gegeben.

Stand: September 2014

Kontaktinformation

Städt. Kindergarten Haßfurt
Zwergenhaus
Mösingerstraße 4
97437 Haßfurt

(09521) 95 96 810
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Ferien & Termine

Weihnachtsferien - vom 27.12.17 bis 05.01.18
Osterferien - vom 03.04.18 bis 06.04.18
Pfingstferien - vom 28.05.18 bis 01.06.2018
Sommerferien - vom 13.08.18 bis 30.08.18
Planungstag - am 31.08.18
Weihnachtsferien- vom 24.12.18 bis 31.12.18
Wir bitten um Verständnis, dass in dieser Zeit unsere Kindertagesstätte nicht besetzt ist.

Weitere Termine erfahren Sie künftig hier oder jederzeit gerne bei unserer Kindergartenleitung.

Wichtiges

Um unseren Kindern einen geordneten Tagesablauf bieten zu können, bitten wir die Eltern sich an genannte Hol- und Bringzeiten der jeweiligen Gruppen (Gelbe Gruppe, Rote Gruppe, Grüne Gruppe, Blaue Gruppe) zu halten.

SATZUNG DOWNLOADEN:
Die aktuelle Satzung der Kindertagesstätte können Sie sich hier downloaden.